Twitter, Facebook, Blog, SMS, Telefonate, Emails, Waves…?!?!
Welch Reichtum an Kommunikationsmittel haben wir doch, um der Welt zu erzählen, was einem gerade so durch den Kopf geht, was einem beschäftigt und was man gerade so tut. Zwischen 2001 und 2004 habe ich wöchentlich mindestens einen Blogeintrag geschrieben, bevor ich dann kein Interesse mehr dafür hatte. Ich wollte einfach heraus finden, was daran so toll ist und wie das funktioniert. Habe mir damals sogar eine eigene Blogsoftware programmiert mit tollen features wie SMS-Aktualisierung usw. Aber irgend wann ein Mal bin ich zum Schluss gekommen, dass man einen Blog aus lauter Langeweile schreibt. Nun einige schreiben einen Blog um ihren Frust los zu werden, ihren Kollegen, Verwandten und Bekannten mitteilen zu können was sie gerade machen, der Menschheit zu zeigen welche tolle Sachen sie gerade machen, … wie auch immer, ich blogge wieder
!
Dafür gibt es verschiedene Gründe:
- Ich führe einen anderen Blog, in dem ich verschiedene Notizen bezüglich Webseitenprogrammierung notiere. Das ist für mich eher ein elektronisches Notizbuch in dem ich mir ein paar Sachen hinein kritzle und auf das ich dann wieder zurückgreifen kann, wenn ich etwas ähnliches wieder brauche. Einen Teil der Notizen habe ich publiziert, einige sind lediglich URL-Sammlungen oder für nicht eingeweihte unverständlich, irrelevant oder eben etwas, was sie nichts angehen. Diese Interpretation von Blogging gefällt mir in der Zwischenzeit sehr. Nun gut, vielleicht wäre hier ein Wiki wohl die geeignetere Form. Aber ich mag nicht, X verschiedene Applikationen nutzen zu müssen und bin der Meinung, dass WordPress dafür bestens sich eignet (mit dem Nebeneffekt, dass es eben weitere Vorteile bringt). Des weiteren hab ich trotz einigen Installationen und Nutzungen mich nie mit dem Wiki anfreunden können.
- Ja, ich finde es eine gute Möglichkeit, über Blog mein Freundeskreis über mein Leben zu informieren. Es geht mir nicht darum, mich als tollen Typen zu präsentieren, nein es geht mir einfach darum, dass ich mir in der Vergangenheit zu wenig Zeit genommen habe, mich mit meinem Freundeskreis, Verwandten und Bekannten zu treffen… und obwohl ich mich bemühe, wird sich hier nicht sehr viel ändern… oder positiver/anders ausgedrückt: ich finde es toll zu wissen, was meine Kollegen und Kolleginnen so treiben und freue mich, von ihnen wieder mal etwas zu hören oder eben zu lesen.
- Und dann wäre wohl noch der Punkt, den ich auch beim ersten Blog sehr interessant fand, dass ich ein Tagebuch schreibe. Als ich diesen Artikel geschrieben habe, bin ich durch meine Einträge in meinem alten Blog durchgegangen und musste schon schmunzeln. Ich finde es toll, ein wenig zurück schauen zu können und auch zu sehen, wie ich früher gedacht habe und welchen Sch#@?+ wir ich früher gemacht haben. Nicht dass ich in der Vergangenheit lebe, nein, ich bin der Meinung, dass vieles was wir tun davon beeinträchtigt ist, was wir früher erlebt haben und je besser wir die Vergangenheit verstehen, desto besser verstehen wir auch, wie wir heute sind.
- Obwohl ich Facebook als Kommunikationsweg sehr gut finde (um eben über meine aktuellen Aktivitäten zu schreiben und ein Tagebuch zu führen), weil ich nicht viel hinschreiben “muss”, reicht es mir manchmal nicht aus. Manchmal würde ich eben gerne ein wenig mehr schreiben. Und dazu reicht Facebook nicht aus. Des weiteren geht es mir gegen den Strich, Fotos auf Facebook hinauf zu laden, weil ich weiterhin Besitzer und Eigentümmer der Bilder sein will und nicht die Rechte für die Weiterverwendung an Facebook abgeben will. Wer weiss, vielleicht werde ich ja mal Berühmt und dann sind die Bilder tausende von Franken Wert (lol).
- Twitter finde ich auch sehr interessant, um eben Informationen zu Kommunizieren oder zu Nutzen. Twitter hat für mich den Vorteil, dass ich in kurzer Form lesen kann was gerade so geschieht. Ich muss nicht den ganzen “Artikel” lesen, sondern sehe die Headliners. Das finde ich sehr nützlich. Um aber über etwas mehr zu erzählen, reicht Twitter nicht aus. Zwar gibt es interssante Versuche, eine ganze Kurzgeschichte über Twitter zu schreiben, aber meines Erachtens ist das Medium nicht dafür geeignet.
- Es gibt sicher noch mehr Gründe, aber ich mag jetzt nicht mehr, diese hier aufzuschreiben (das ist das was ich eben schade finde am Bloggen. Ich habe immer das Gefühl, dass ich meine Gedanken abgeschlossen und vollständig nieder schreiben muss. Müsste ich wohl auch…).
Wie nutze ich den Blog:
Ich nutze also diesen Blog als Notizbuch und Tagebuch. Ich nutze es, um mehr Informationen über etwas zu publizieren als, es mir über Facebook oder Twitter möglich ist. Meine “Artikel” oder “Beiträge” mögen fachlich nicht immer sehr profund recherchiert sein noch sind alle möglichen Alternativen bei einer Entscheidung abgewägt. Auch kann es sein sein dass mein Unwissen mich zu Aussagen führen, die nicht stimmen. Dazu stehe ich und das finde ich auch gut so. Denn schliesslich ist das nicht mein Job und ich weiss (hoffentlich) etwas besseres in meiner Freizeit anzufangen, als professionell einen Blog zu führen. Feedbacks nehme ich gerne entgegen, um das entsprechende Thema besser verstehen zu können.

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